Die am vergangenen Freitag von der Landesregierung angekündigten Mittelstufenschulen begründen für die berufsbildenden Schulen in Hessen nach Aussage des Landesvorsitzenden des Gesamtverbandes der Lehrerinnen und Lehrer an beruflichen Schulen, Ullrich Kinz, einen Paradigmenwechsel. Bisher gehörte zum Aufgabenspektrum der allgemein bildenden Schulen die Berufsorientierung junger Menschen. Die berufsbildenden Schulen sind in erster Linie für deren Berufsausbildung zuständig. Dass sich die berufsbildenden Schulen zukünftig in der Berufs-orientierung junger Menschen an Haupt- und Realschulen engagieren sollen ist in dem geplanten Umfang neu und schon von daher fragwürdig.
Der Landesvorsitzende des GLB bringt in diesem Zusammenhang noch einmal deutlich in Erinnerung, dass an anderer Stelle, an denen sich berufsbildende Schulen zu Zentren lebenslangen Lernens auf den Weg begeben wollen, sie also nicht den Bereich der Berufsorientierung sondern den ihnen nahe liegenden Bereich der Weiterbildung bearbeiten wollen, in der Vergangenheit – auch von politischer Seite – sehr deutlich signalisiert wurde, dass sie erst einmal ihr „Kerngeschäft“ auszufüllen hätten, bevor sie Überlegungen in Richtung Weiterbildungsangebote anstellen könnten. Eben dies fordert der GLB nachdrücklich auch bei jenen in Zukunft geplanten Unterrichtsangeboten, die sich mit der Berufsorientierung bzw. der Berufsreife junger Menschen beschäftigen.
Für Rückfragen steht zur Verfügung:
Ullrich Kinz: über GLB-Geschäftsstelle 06181/252278
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